by aaliyah. » Sat Dec 15, 2012 2:41 am
Username: Traumwelt.
Name: Leviathan.
Age: Eight.
Gender: Male.
Story: Feine Schneeflocken fielen auf mein Gesicht, die Abenddämmerung breitete sich über den Himmel aus und alles leuchtete in einem satten Rot – Lila Ton. Wunderschön mit anzusehen doch meine Augen fielen auf einen Aoki vor mir. Älter als ich selber, viel Älter. Weckte er doch mein Interesse und so tapste ich leichtfüßig hinüber. Vor ihm angekommen kam ich zum stehen, setzte mich und schaute hoch, hoch auf den Fels, auf welchen er Platz genommen hat. Ich hatte seinen Namen schon einmal gehört und ihn vielleicht auch mal gesehen, doch selten habe ich ihn so ruhig da sitzen sehen, seine Augen hinauf in den Himmel, passend zu seinen roten Augen.
Ich räusperte und fast schon böse fielen seine Blick hinunter zu mir. So als würde ich seine Ruhe stören, doch er sagte nichts, nur sein Blick durchbohrte mich. „Guten Abend.“, fing ich an, doch er unterbrach mich direkt. „Was willst du? Gib es doch zu, du willst zu auch nur hören.“ Ich schmunzelte was er wohl meinte, doch dann fiel es mir ein. Seine Geschichte, etwas was jeder hören wollte, die jeden berührte. Ich nickte nur, brachte dabei aber kein Wort hinaus. Er schien sie viele Male erzählt zu haben aber dennoch nicht darüber hinweggekommen zu sein. „Nun gut.“ Seine Blicke fielen wieder in den Himmel und er fing an zu erzählen.
Acht Jahre ist es nun her. Wir Aoki haben früher zusammen in einem großen Wald gelebt, er war fruchtbar, grün und bat genügend Futter für jeden von uns und wir waren eine beachtliche Menge. Wie jedes Jahr kamen viele Jungen zu Welt, wieder mehr Mäuler zu stopfen und doch machten wir uns keine Sorgen. Wir konnten durch die Vielzahl unserer Kämpfer unser Gebiet verteidigen, auch gegen jene die sich von uns abwendeten um alleine nach ihrem Glück zu suchen. Immer wieder kam es vor, das jemand meinte sich aufmischen zu müssen und sich gegen IHN zu stellen. Er war der Anführer, der rechtmäßige Herrscher über uns und gleichzeitig mein Vater. Viel hatte ich nicht mit ihm zu tun und meine Mutter hielt mich die größte Zeit von ihm fern. So gut er uns auch leitete, er hatte etwas grausames und böses in sich. Selbst mir hatte es damals Angst gemacht.
Nun mitten im Jahr, in der Besten Zeit unseres Volkes kam diese eine Nacht. Sie begann ruhig, keine Anzeichen von Gefahr und so standen die Wachen ruhig auf ihren Posten und die restlichen schliefen. Doch ich konnte schon die ganze Nacht nicht sehen, denn etwas war anders als sonst, der Mond hatte sich blutrot gefärbt und es war still, kein einziger Vogel und kein einziger Windzug. Ich schluckte, als ich hinaus blickte. Und dann ging es los, die Wachen schlugen Alarm und alles passierte wie im Flug. Außenseiter, Abgestoßene und Freiwillige hatten sich zusammen getan, bauten einen Plan gegen uns auf und griffen uns nun an. Sie spielten mit Feuer, verbrannten unsere Nester und hinterließen Chaos. Wir kamen gegen diesen Überraschungsangriff nicht an, wir waren verwirrt und wurden unterdrückt.
Meine Mutter brachte mich in ein Loch und schrie mich an, ich sollte mich nicht mehr blicken lassen bis sie mich holte oder es ruhig war, richtig ruhig. So wie am Anfang der Nacht. Meine Augen würden niemals die schreienden Katzen vergessen, das Feuer das sie umgab und unsere Angreifer. Eigentlich sind wir ja eine ruhige Rasse, zumindest der weibliche Teil und so war es keine Überraschung, das der Großteil der Angreifer Männlich war. Und doch wollte ich in diesem Loch bleiben, bei allergrößter Not. Dann plötzlich war alles ruhig. Kein Ton, nur noch das Feuer, was nun auch langsam erlosch. Regen folgte um diese Tragödie deutlich zu machen. Dies war mein Zeichen, ich sollte hinaus kommen, Mutter würde nicht mehr wieder kommen. So krabbelte ich hinaus und wurde gepackt. Mit starkem Biss in den Nacken. Ich miaute qualvoll und hatte Angst, Todesangst. Es war ein großer, brauner Aoki. Er funkelte mich an und in seinen Augen konnte ich meinen Tod sehen. Doch es lief anders. Ich hörte meine Mutter schreien und er schmiss mich in die Ecke. Ich stöhnte vor Schmerzen. Seine Blicken und auch seine Pfoten trugen ihn zu meiner Mutter, er packte sie und tötete sie letzten Endes, wie alle aus meinem Volk. Nur wenige konnten sich retten. Er knurrte mich an. „Verschwinde und komm wieder. Erinnere dich und fordere mich heraus wenn du alt genug bist. Komm und räche deine Mutter.“ Er ließ mich laufen und doch, meine Welt veränderte sich. Ich werde ihn finden … und töten.
Er schwieg, so auch ich. Doch dann erhob sich sein Körper, ohne etwas zu sagen, ohne sich umzudrehen verschwand er. Auf in den Wald. Auf seine Geschichte zu beenden.
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aaliyah. on Tue Dec 18, 2012 1:39 am, edited 1 time in total.