by Maka-chop » Wed Sep 19, 2012 7:03 am
Dana lächelte, als sie Thena verschwinden sah. Dann wandte sie sich zu Vestigo um. "Und wer bist du?", fragte sie neugierig. "Wissenschaftler Vestigo zu ihren Diensten.", erwiderte dieser grinsend und wollte ihr gerade die Hand entgegen strecken, als ihn ein beißender Schmerz durchfuhr und er wieder ins Kissen zurücksank. Aach verdammt, stimmt ja..., dachte er zerknirscht und blickte die Hexe entschuldigend an. Auf ihrer Stirn bildeten sich ein paar Sorgenfalten. "Was ist denn mit dir passiert?", fragte sie und trat an sein Bett heran. "Lange Geschichte.. hab Bekanntschaft mit dem Dämon gemacht..", antwortete er knapp.
"Soso..", meinte Dana nachdenklich. Dann wandte sie sich an Flake. "Ich weiß, dass du das hasst, aber kann ich dir eine Wimper auszupfen?" Flake brummte widerwillig, aber er wusste, dass seine Partnerin Vestigo nur helfen wollte und dies der schnellste Weg war. Mit Hilfe einer Wimper des Polarfuchses konnte Dana nämlich einen äußerst starken Heilungszauber ausführen, der den größten Teil seiner Verletzungen innnerhalb kürzester Zeit verschwinden lassen würde. Da der junge Wissenschaftler dies aber nicht wusste, blickte er Dana und Flake nur mit einer Mischung aus Verwirrung und Interesse an, während er dabei zusah, wie Dana Flake eine Wimper auszupfte und die Vorbereitungen für die Formel traf. Dann trat sie an Vestigo heran und murmelte einige fremdartige Worte, während die Wimper auf ihren Handflächen ruhte.
Nach ein paar Momenten fing sie plötzlich an in der Luft zu schweben und ein leichter, eisblauer Lichtkegel bildete sich darum. "Wenn der Zauber sich ganz in deinem Körper ausgebreitet hat, wirst du sehr müde werden und bestimmt zwölf Stunden durchschlafen.", sagte die Hexe konzentriert, wobei sie die schimmernde Wimper in Richtung seiner Brust bewegte, wo sie sie lentztendlich sinken ließ, dort, wo sein Herz war. Interessiert, aber auch ein wenig ängstlich, sah Vetigo der jungen Hexe zu und nickte nur langsam. Nun sprach sie ein paar weitere Zauberformeln, die den Lichtkegel komplett in der Brust des Mannes verschwinden ließen. Von dem Licht war jetzt nichts mehr zu sehen. Langsam aber sicher, spürte Vestigo schon, wie seine Lider schwer wurden und er immer müder wurde. Zuletzt legte Dana ihre Hände auf Vestigos Brust, schloss die Augen und murmelte ein letztes Wort: "Pande", und das eisblaue Licht hüllte in Windeseile seinen ganzen Körper ein.
Das letzte, was er hörte war ein gekichertes "Träum schön." von dem Polarfuchs, dann sank er in einen tiefen, sanften und traumlosen Schlaf. Zufrieden, wenn auch vor Anstrengung keuchend, sah Dana den Menschen an, während das Licht ganz langsam wieder verblasste. "So, dann hab ich wohl doch noch einen hilfreichen Beitrag geleistet, was?", sagte sie fröhlich zu Flake. Dieser nickte nur lächelnd und legte sich auf ihre Füße, als sie sich neben Vestigo auf einen Stuhl gesetzt hatte.
"Tiere sind so angenehme Freunde, sie stellen keine Fragen und üben keine Kritik."
[George Eliot]
"Don't be a grey cloud when there's none in the sky"
[BT - Cut the curtains]